2. Februar 2026
02.Februar 2026
Die Präposition (oder auch Verhältniswort genannt) zeigt an, wie sich mindestens zwei Wörter zueinander verhalten. Sie stellt also eine Verbindung zwischen ihnen her. Diese Wörter sind Nomen (Substantive) oder Pronomen (Fürwörter). Präpositionen verändern sich nie (sind also nicht flektierbar) und werden immer kleingeschrieben, sofern sie nicht am Anfang eines Satzes stehen. Ein Beispiel: „Wegen des starken Regens erhalten sie Schirme.“ Hier gibt die Präposition „wegen“ für die folgende Wortgruppe den Genitiv vor. Kürzer geht’s auch: „Wegen starken Regens erhalten sie Schirme.“
Bei Wechselpräpositionen sind zwei verschiedene grammatikalische Fälle möglich: „Der Affe springt auf den Baum“ und „Der Affe sitzt auf dem Baum“. Hier führt „auf“ einmal zum Akkusativ und einmal zum Dativ. Damit sind zwei unterschiedliche inhaltliche Aussagen verbunden.
Lokale Präpositionen beziehen sich auf einen Ort oder eine geografische Lage und bestimmen deren Verhältnis zu einem anderen Substantiv. Die wichtigsten sind: „ab“, „an“, „auf“, „bis“, „durch“, „entlang“, „hinter“, „in“, „neben“, „über“, „um“, „vor“, „zwischen“. Hier spielt die Frage nach dem Wo, Woher oder Wohin eine Rolle. Ob man „auf Island“ war oder „in Island“, hängt übrigens von der staatlichen Zugehörigkeit ab. Gehört eine Insel zu einem Staat, dann ist immer von „auf“ die Rede, also „auf Mallorca“, da die Insel zu Spanien gehört. Ist die Insel jedoch eine eigene Nation, dann heißt es „in Island“.
Spielt die Zeit (Tempus) oder die Dauer eines Geschehens eine Rolle, klären temporale Präpositionen den Sachverhalt mithilfe der Frage „Wann?“ oder „Wie lange?“: „an“, „binnen“, „bis“, „gegen“, „in“, „nach“, „seit“, „um“, „vor“, „während“. Oder anders gesagt: Sie konkretisieren den zeitlichen Bezug in einem Geschehen. Jeder kennt Beispiele wie diese: „Das Wasser gefriert binnen Minuten“ oder „In der Pause gibt es Kaffee“.
Geht es um die Art und Weise, wie eine Handlung erfolgt, dann geben modale Präpositionen Aufschluss über das Geschehen: „anhand“, „auf“, „gegen“, „gemäß“, „mangels“, „mit“, „ohne“, „zuzüglich“. Hier lautet die Frage: Wie? Beispiele sind hier: „Die Leiterin spricht auf Französisch“ oder „Ich fahre mit dem Auto“.
Ein kausales Verhältnis hat mit der Ursache, dem Grund oder dem Zweck von etwas zu tun. Daraus ergibt sich eine Folge. Kausale Präpositionen fragen nach dem Warum: „anlässlich“, „aufgrund“, „bezüglich“, „dank“, „trotz“, „ungeachtet“, „wegen“, „zwecks“. Beispiele sind: „Aufgrund des Hochwassers ist die Straße gesperrt“ oder „Trotz der Dunkelheit kann Christina das Haus erkennen“.
Ein Blick in den Duden hilft bei Zweifelsfällen meistens weiter. Hier sind Formulierungsbeispiele zu finden, die sich auf den eigenen Fall übertragen lassen. Oder eine Internetrecherche ist sinnvoll. Um auf die richtige Präposition in Verbindung mit „Facebook“ zurückzukommen: Ist eine konkrete Webseite gemeint, so ist jemand „auf Facebook“, also dort auf einer Seite. Geht es jedoch um die Institution, dann ist er beispielsweise „bei Facebook“ angemeldet.