1. April 2025
01.April 2025
Ganz gleich, ob es um einen Hauptsatz, einen Hauptsatz mit Nebensatz oder einen komplizierten Schachtelsatz geht: Alle Aussagesätze enden mit einem Punkt. Am Satzende eines betonten Satzes folgt gerne auch ein Ausrufezeichen oder nach einer Frage ein Fragezeichen. Abkürzungen wie „usw.“ (und so weiter) oder „z. B.“ (zum Beispiel) erhalten ebenfalls ein beziehungsweise zwei Punkte. Sollte eine Abkürzung am Satzende stehen und auf den Punkt treffen, der dort seinen angestammten Platz hat, muss einer von beiden weichen. Ein Beispiel: „Sie schrieb, malte, musizierte usw.“
Häufig kommen Zahlen als Ziffern ebenfalls mit Punkten daher, beispielsweise Dezimalzahlen („2.000“), Zahlen in Datumsangaben („12. August 2024“, „12.08.2024“) oder zur Gliederung („3. Kapitel“). Und bitte nicht den „25. Hochzeitstag“ vergessen!
Drei Auslassungspunkte signalisieren dem Leser eine Lücke aufgrund eines entfallenen Worts oder gleich mehrerer Wörter. Das ist zum Beispiel bei einem Dialog der Fall, in dem jemand nicht alles ausspricht, was er sagen möchte: „Ich wollte nur …“ Auch hier folgt kein vierter Punkt am Satzende, aber ein Ausrufezeichen oder ein Fragezeichen bleiben erhalten: „Was fällt dir ein …?“ Wird aus guten Gründen ein Wort nicht ausgeschrieben, dann ersetzen die drei Punkte ohne Leerstelle die fehlenden Buchstaben, zum Beispiel „F… you!“. In wissenschaftlichen Texten stehen Auslassungspunkte in eckigen Klammern, wenn ein wörtliches Zitat nicht vollständig genannt wird: […].
Der Doppelpunkt markiert eine Zäsur inmitten eines Satzes, um auf das Folgende hinzuweisen. Zugleich sorgt er für Ordnung, zum Beispiel bei einer Aufzählung: „Er überlegte, was er sich wünschte: ein Auto, ein Boot, ein Haus.“ Oder umgekehrt: zuerst die Aufzählung und nach dem Doppelpunkt das Fazit: „Ein Auto, ein Boot, einen Hund: Das alles wünschte er sich.“ Der Doppelpunkt leitet auch die wörtliche Rede ein: „Die Bäckerin sagte: ,Drei Euro, bitte.‘“
Kunden fragen mich oft, wann es nach einem Doppelpunkt groß oder klein weitergeht. Die Faustregel ist einfach: Folgt wie hier ein vollständiger Satz oder ein betonter Ausruf, beginnt das erste Wort groß. Folgt ein Satzfragment oder ein Teilsatz wie bei dem ersten Beispiel vorhin, ist eine Kleinschreibung nach dem Doppelpunkt korrekt.
Außerdem kommt er bei Spielständen vor: „1 : 2 Tore“, bei Maßstäben: „1 : 500“ (beide mit oder ohne Leerstellen) oder bei Uhrzeiten: „9:20 Uhr“ (ohne Leerstellen).
Das Semikolon steht immer dort, wo wahlweise auch ein Punkt gesetzt werden könnte. Vor allem bei langen Sätzen kann der Leser die Satzteile so besser zuordnen: „Ich kann die Resonanz auf diesen Blog nicht einschätzen; bis jetzt kamen jedenfalls keine Klagen.“ Aber es kann noch mehr. In wissenschaftlichen Texten dient es beispielsweise zum einfacheren Auseinanderhalten von mehreren aufeinanderfolgenden Literaturangaben, von denen jede wiederum mehrere Kommas enthält: „Name des Autors, Titel, Ort mit Jahr; Name des Autors, Titel, Ort mit Jahr.“ Im Dienst der Wissenschaft fühlt sich das Semikolon als Gliederungselement besonders wohl, in Marketingtexten weniger.